Als christliche Studentinnen und Studenten der Universität Leipzig begrüßen wir, dass an dem
Ort der 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig wieder Raum für Gottesdienst,
Gebet und christliche Reflexion von Wissenschaft entsteht. Mit unterschiedlichen Meinungen
zu Namensgebung und Raumteiler stellen wir einen breiten Konsens zur zukünftigen Nutzung
fest. Daher beziehen wir – mit der Vergangenheit im Rücken und dem Blick in die Zukunft –
folgende Position:
1. Die Universität Leipzig feiert an diesem Ort jeden Sonn- und Feiertag Gottesdienst.
Diese Zeit ist ausnahmslos der Universitätsgemeinde vorbehalten.
2. Der Raum soll regelmäßigen Andachten und Gottesdiensten frei zur Verfügung stehen.
Er ist offen für verschiedene Formen christlichen Gottesdienstes und Ort ökumenischen
Miteinanders.
3. Wir wünschen uns, dass ein Ort für persönliches Gebet und die Begegnung mit Gott
entsteht. Hierzu ist es nötig, dass im Alltag des Lernens und Lehrens allen
Universitätsangehörigen die Türen geöffnet sind.
4. Wir hoffen, dass sich in diesem Raum Veranstaltungen etablieren, die den Austausch
zwischen Religion und Wissenschaft im akademischen Diskurs fördern. Dazu wollen wir
mit eigenen Angeboten beitragen.
5. Die Koordination der verschiedenen Nutzergruppen erfordert ein ständiges
universitäres Gremium, an dem wir uns durch studentische Vertreterinnen und
Vertreter aktiv beteiligen.
In diesem Sinne bitten wir um die baldige Einberufung einer Konferenz, auf der wir gemeinsam
mit den übrigen universitären Nutzern verbindliche Absprachen treffen werden.
Leipzig, 5. November 2008